Sobald ein Verwalter bestellt ist, vertritt nur noch er das Haus (bzw. den Hauseigentümer / die Eigentümergemeinschaft). Eine ausdrückliche Vollmacht ist nicht erforderlich, da sich der Umfang der Vertretungsmacht aus dem Gesetz ergibt. Im Gegenteil kann die Vollmacht im Außenverhältnis nicht wirksam eingeschränkt werrden - der Grund dafür ist, dass sich Dritte (z.B. Handwerker) darauf verlassen können müssen, dass ihnen erteilte Aufträge auch rechtswirksam sind.

Vom "Können im Außenverhältnis" - sprich: der Vollmacht - ist jedoch das "Dürfen im Innenverhältnis" - sprich: das Auftragsverhältnis - zu unterscheiden; Hauseigentümer bzw. Eigentümergemeinschaft können dem Verwalter durchaus Einschränkungen auferlegen. So kann z.B. vorgesehen werden, dass Reparaturaufträge ab einem bestimmten Auftragswert vorab zu genehmigen sind.